Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 11: Unterschied zwischen den Versionen

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"Was Ihr nicht sagt", schnaubte Morena. "Sattelt und bepackt die Pferde!"
"Was Ihr nicht sagt", schnaubte Morena. "Sattelt und bepackt die Pferde!"


Sie wandte sich ab und ignorierte die hochgezogenen Brauen des altgedienten Condottiere, der aber schließlich ihrer "Bitte" Folge leistete, wenn auch etwas zu widewillig, wie sie fand.
Sie wandte sich ab und ignorierte die hochgezogenen Brauen des altgedienten Condottiere, der aber schließlich ihrer "Bitte" Folge leistete - wenn auch etwas zu widerwillig, wie sie fand.


Wenig später, nachdem sich Morena mit wenig trocken Brot und einem Apfel gestärkt hatte, ritten sie los. Es war noch früher Morgen und das Licht erreichte noch nicht die Straße am Boden des Tales, das sich immer zu einer Schlucht entwickelte. Morena suchte die Hänge über ihr nach auffälligen Bewegungen ab, konnte aber nichts entdecken. Was aber nicht hieß, dass sich dort keine Feinde verbargen. Sie spornte ihr Pferd weiter an; Schnelligkeit war jetzt ihr einziger Schutz.
Wenig später, nachdem sich Morena mit wenig trocken Brot und einem Apfel gestärkt hatte, ritten sie los. Es war noch früher Morgen und das Licht erreichte noch nicht die Straße am Boden des Tales, das sich immer zu einer Schlucht entwickelte. Morena suchte die Hänge über ihr nach auffälligen Bewegungen ab, konnte aber nichts entdecken. Was aber nicht hieß, dass sich dort keine Feinde verbargen. Sie spornte ihr Pferd weiter an; Schnelligkeit war jetzt ihr einziger Schutz.
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Wir haben sie gefunden, dachte Morena freudig, und drängte ihr Ross an den Wachen vorbei. Man ließ sie durch bis auf einen Platz, der von mehreren zum Teil verfallenen Hütten und neu errichteten Zelten umgeben war, in denen sich mehrere Dutzend bewaffnete und gerüstete Gestalten regten. Eine schöne Truppe, dachte Morena, aber hoffentlich sind es genug.
Wir haben sie gefunden, dachte Morena freudig, und drängte ihr Ross an den Wachen vorbei. Man ließ sie durch bis auf einen Platz, der von mehreren zum Teil verfallenen Hütten und neu errichteten Zelten umgeben war, in denen sich mehrere Dutzend bewaffnete und gerüstete Gestalten regten. Eine schöne Truppe, dachte Morena, aber hoffentlich sind es genug.


Bald waren sie von einem Halbkreis misstrauisch drein blickender Soldaten umgeben. Morena würdigte sie keines Blickes, sondern schenkte ihre Aufmerksamkeit nur den beiden Männern, die sich nun vor ihnen aufbrauten. Dom Hernán und Dom Rondrigo.
Bald waren sie von einem Halbkreis misstrauisch drein blickender Soldaten umgeben. Morena würdigte sie keines Blickes, sondern schenkte ihre Aufmerksamkeit nur den beiden Männern, die sich nun vor ihnen aufbauten. Dom Hernán und Dom Rondrigo.


„Domna Morena, was verschafft uns die Ehre?“, fragte der Baron von Dubios  
„Domna Morena, was verschafft uns die Ehre?“, fragte der Baron von Dubios  
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Dieser räusperte sich, faltete das Pergament auf und begann mit weit tragender Stimme zu verlesen: „An die Kaiserlichen Vasallen zu Selaque! Im Namen Seiner Kaiserlichen Majestät,  Hal des Zweiten von Gareth von Almada, sei Folgendes kundgetan: Seiner Kaiserlichen Majestät ist  angesichts der Bedrohung durch die Wilden an der Ostgrenze des Reiches in tiefer Sorge um die Sicherheit des Landes und seiner Menschen. Zugleich vernahm man am Kaiserhof die Kunde einer Fehde zwischen den Magnaten Selaques, welche sowohl den allgemeinen Landfrieden des Reiches als auch den besonderen Frieden während der Feiertage zu Ehren der Vermählung Seiner Kaiserlichen Majestät verletzt und überdies geeignet ist, die Widerstandskraft des Reiches gegen die Gefahr aus den Bergen zu schmälern. Dies zur Unzeit ausgetragene Streitigkeit hat in höchstem Maße den Unwillen Seiner Kaiserlichen Majestät erregt!“  
Dieser räusperte sich, faltete das Pergament auf und begann mit weit tragender Stimme zu verlesen: „An die Kaiserlichen Vasallen zu Selaque! Im Namen Seiner Kaiserlichen Majestät,  Hal des Zweiten von Gareth von Almada, sei Folgendes kundgetan: Seiner Kaiserlichen Majestät ist  angesichts der Bedrohung durch die Wilden an der Ostgrenze des Reiches in tiefer Sorge um die Sicherheit des Landes und seiner Menschen. Zugleich vernahm man am Kaiserhof die Kunde einer Fehde zwischen den Magnaten Selaques, welche sowohl den allgemeinen Landfrieden des Reiches als auch den besonderen Frieden während der Feiertage zu Ehren der Vermählung Seiner Kaiserlichen Majestät verletzt und überdies geeignet ist, die Widerstandskraft des Reiches gegen die Gefahr aus den Bergen zu schmälern. Dies zur Unzeit ausgetragene Streitigkeit hat in höchstem Maße den Unwillen Seiner Kaiserlichen Majestät erregt!“  


Der Condottiere machte eine bedeutungsvolle Pause, um sich abermals zu räuspern und seine Worte wirken zu lassen. „Im Namen Seiner Kaiserlichen Majestät ordne ich daher an, dass jedwede Kampfhandlung zwischen Magnaten des Reiches von nun an zu unterbleiben hat. Die Kaiserlichen Vasallen sind angehalten, sich in Einigkeit der Gefahr zu stellen, die von den Blutsäufern ins Land getragen wird und alles zu tun, diese Gefahr schnellstmöglich zu unterbinden. Wer aber gegen einen anderen Magnaten mit Waffengewalt vorgeht, ist unter Arrest zu stellen und hat sich dafür vor seiner Kaiserlichen Majestät zu verantworten. Die gegenseitigen Anschuldigungen werden beizeiten vor dem Kaiserlichen Hofgericht geklärt werden, wenn die unmittelbar Gefahr für das Reich gebannt ist.“  
Der Condottiere machte eine bedeutungsvolle Pause, um sich abermals zu räuspern und seine Worte wirken zu lassen. „Im Namen Seiner Kaiserlichen Majestät ordne ich daher an, dass jedwede Kampfhandlung zwischen Magnaten des Reiches von nun an zu unterbleiben hat. Die Kaiserlichen Vasallen sind angehalten, sich in Einigkeit der Gefahr zu stellen, die von den Blutsäufern ins Land getragen wird und alles zu tun, diese Gefahr schnellstmöglich zu unterbinden. Wer aber gegen einen anderen Magnaten mit Waffengewalt vorgeht, ist unter Arrest zu stellen und hat sich dafür vor seiner Kaiserlichen Majestät zu verantworten. Die gegenseitigen Anschuldigungen werden beizeiten vor dem Kaiserlichen Hofgericht geklärt werden, wenn die unmittelbare Gefahr für das Reich gebannt ist.“  


Dom Berengar suchte den Blick des Barions von Dubios, um sicherzustellen, dass er dessen ungeteilte Aufmerksamkeit hatte, denn angesichts der langen Botschaft hatten bereits einige der Soldaten begonnen, mehr oder weniger leise miteinander zu reden. Der Bote des Marschalls sprach im Folgenden noch lauter. „Mit der Durchsetzung des Kaiserlichen Willens und der Abwehr der Gefahren für das Reich und seine Vasallen und Untertanen in Kaiserlich Selaque beauftrage ich den treuen Vasallen der Krone, Seine Hochgeboren Hernán de Aranjuez, den Baron von Dubios. Er handelt fortan mit der Befehlsgewalt der Kaiserlichen General-Commandantur und wird ermächtigt, alle Maßnahmen zu ergreifen, die Ferkinastämme zurück zu schlagen und den Frieden zwischen den Vasallen der Krone wieder herzustellen! Seinen Weisungen, die er im Bewusstsein der ihm auferlegten Verantwortung  aussprechen möge, sind von allen in Kaiserlich Selaque befindlichen Vasallen und Streitern Folge zu leisten!“ Die letzten Worte gingen im Raunen der Menge unter, so dass Berengar den Rest nur schnell herunter leierte: „Gegeben zu Punin am achtundzwanzigsten Tage des Herren Praios im fünften Jahr der Herrschaft Seiner Kaiserlichen Majestät. Gwain von Harmamund, Kaiserlicher Marschall des Neuen Reiches.“
Dom Berengar suchte den Blick des Barions von Dubios, um sicherzustellen, dass er dessen ungeteilte Aufmerksamkeit hatte, denn angesichts der langen Botschaft hatten bereits einige der Soldaten begonnen, mehr oder weniger leise miteinander zu reden. Der Bote des Marschalls sprach im Folgenden noch lauter. „Mit der Durchsetzung des Kaiserlichen Willens und der Abwehr der Gefahren für das Reich und seine Vasallen und Untertanen in Kaiserlich Selaque beauftrage ich den treuen Vasallen der Krone, Seine Hochgeboren Hernán de Aranjuez, den Baron von Dubios. Er handelt fortan mit der Befehlsgewalt der Kaiserlichen General-Commandantur und wird ermächtigt, alle Maßnahmen zu ergreifen, die Ferkinastämme zurück zu schlagen und den Frieden zwischen den Vasallen der Krone wieder herzustellen! Seinen Weisungen, die er im Bewusstsein der ihm auferlegten Verantwortung  aussprechen möge, sind von allen in Kaiserlich Selaque befindlichen Vasallen und Streitern Folge zu leisten!“ Die letzten Worte gingen im Raunen der Menge unter, so dass Berengar den Rest nur schnell herunter leierte: „Gegeben zu Punin am achtundzwanzigsten Tage des Herren Praios im fünften Jahr der Herrschaft Seiner Kaiserlichen Majestät. Gwain von Harmamund, Kaiserlicher Marschall des Neuen Reiches.“