Chronik.Ereignis1036 Mescher Trubel 01: Unterschied zwischen den Versionen
typo, format |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (Eine dazwischenliegende Version von einem anderen Benutzer wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 10: | Zeile 10: | ||
„Meine Späher haben über die letzten Wochen zahlreiche Informationen über die Stärke unserer Feinde gesammelt. Das [[Castillo San Iñiago]] ist der Hauptsitz der Goblins unter [[Raganishu]] von Pilzenklamm. Meine Späher schätzen seine Hauptstreitmacht auf insgesamt 250 Goblins. Eine beachtliche Zahl, doch bleibt natürlich zu bedenken, dass es sich nur um feige Rotpelze handelt. Durch die Erfolge der vergangenen Jahre sind sie jedoch dreist geworden und werden es vielleicht auf einen offenen Kampf ankommen lassen, wenn wir schwächer wirken als wir sind. Neben den Rotpelzen gibt es aber noch weitere Taifados in Mesch. | „Meine Späher haben über die letzten Wochen zahlreiche Informationen über die Stärke unserer Feinde gesammelt. Das [[Castillo San Iñiago]] ist der Hauptsitz der Goblins unter [[Raganishu]] von Pilzenklamm. Meine Späher schätzen seine Hauptstreitmacht auf insgesamt 250 Goblins. Eine beachtliche Zahl, doch bleibt natürlich zu bedenken, dass es sich nur um feige Rotpelze handelt. Durch die Erfolge der vergangenen Jahre sind sie jedoch dreist geworden und werden es vielleicht auf einen offenen Kampf ankommen lassen, wenn wir schwächer wirken als wir sind. Neben den Rotpelzen gibt es aber noch weitere Taifados in Mesch. | ||
[[Haricella von Eslamsbach]] ist rechtmäßige Junkerin und Herrin über die kleine [[Castillo Eslamsbach|Burg Eslamsbach]] im Südwesten der Baronie. Sie verfügt über 20 Bewaffnete und die Goblins halten sich von ihren Ländereien fern. Meine Späher vermuten, dass sie Tribut an die Goblins entrichtet. Von ihr dürfte keine Gefahr ausgehen. Auch wenn es sich um eine Kollaborateurin handelt, so wird sie uns doch zumindest nicht bekämpfen. Im äußersten Süden der Baronie hat sich eine große Bande entlaufener Fellachen unter Falador aus Dâl gesammelt. Sie haben den Gutshof [[El Mojal]] leidlich befestigt. Die Bande umfasst etwa hundert entlaufene Hörige, doch viele von ihnen werden nicht kämpfen können. Sie pressen von El Mojal aus die umliegenden Dörfer und Höfe aus und auch sie haben wohl eine Abmachung mit den Goblins gefunden. In den letzten Wochen sind sie aber immer wieder stark von einer Bande Mercenarios unter einem gewissen Gorfar Haro bedrängt worden. Diese neue Gruppe Mercenarios ist größtenteils beritten und unternimmt vom alten [[Junkergut Loredo|Junkersitz Loredo]] immer wieder weite Raubritte. Die [[Castillo Loredoblick|Burg Loredoblick]] ist die zweitgrößte der Baronie und strategisch bedeutsam im Grenzgebiet zwischen Culming, Mesch und Phexhilf gelegen. Was aus den ehemaligen Junkern geworden ist wissen wir nicht, doch wir müssen mit dem schlimmsten rechnen. | [[Haricella von Eslamsbach]] ist rechtmäßige Junkerin und Herrin über die kleine [[Castillo Eslamsbach|Burg Eslamsbach]] im Südwesten der Baronie. Sie verfügt über 20 Bewaffnete und die Goblins halten sich von ihren Ländereien fern. Meine Späher vermuten, dass sie Tribut an die Goblins entrichtet. Von ihr dürfte keine Gefahr ausgehen. Auch wenn es sich um eine Kollaborateurin handelt, so wird sie uns doch zumindest nicht bekämpfen. Im äußersten Süden der Baronie hat sich eine große Bande entlaufener Fellachen unter Falador aus Dâl gesammelt. Sie haben den Gutshof [[El Mojal]] leidlich befestigt. Die Bande umfasst etwa hundert entlaufene Hörige, doch viele von ihnen werden nicht kämpfen können. Sie pressen von El Mojal aus die umliegenden Dörfer und Höfe aus und auch sie haben wohl eine Abmachung mit den Goblins gefunden. In den letzten Wochen sind sie aber immer wieder stark von einer Bande Mercenarios unter einem gewissen [[Gorfar Haro]] bedrängt worden. Diese neue Gruppe Mercenarios ist größtenteils beritten und unternimmt vom alten [[Junkergut Loredo|Junkersitz Loredo]] immer wieder weite Raubritte. Die [[Castillo Loredoblick|Burg Loredoblick]] ist die zweitgrößte der Baronie und strategisch bedeutsam im Grenzgebiet zwischen Culming, Mesch und Phexhilf gelegen. Was aus den ehemaligen Junkern geworden ist wissen wir nicht, doch wir müssen mit dem schlimmsten rechnen. | ||
Die Hauptgefahr geht also von den Goblins im Norden und Zentrum der Baronie aus. Unser Hauptstoß wird daher nach Castillo San Iñiago zielen. Von Agum aus sind das zwei Tage Marsch auf schlechten Straßen. Es gibt keine natürlichen Hindernisse, aber viel Wald, so das wir jederzeit mit einem Hinterhalt der Rotpelze rechnen müssten. Es steht zu vermuten das sich die Goblins nicht in San Iñiago verschanzen werden, sondern uns bereits auf dem Anmarschweg angreifen werden. | Die Hauptgefahr geht also von den Goblins im Norden und Zentrum der Baronie aus. Unser Hauptstoß wird daher nach Castillo San Iñiago zielen. Von Agum aus sind das zwei Tage Marsch auf schlechten Straßen. Es gibt keine natürlichen Hindernisse, aber viel Wald, so das wir jederzeit mit einem Hinterhalt der Rotpelze rechnen müssten. Es steht zu vermuten das sich die Goblins nicht in San Iñiago verschanzen werden, sondern uns bereits auf dem Anmarschweg angreifen werden. | ||
| Zeile 53: | Zeile 53: | ||
'''Autor:''' [[Benutzer:Lindholz|Lindholz]] | '''Autor:''' [[Benutzer:Lindholz|Lindholz]] | ||
Rahjeïs von Lindholz begrüßte den Baron von Sindelsaum und dachte einen Augenblick nach. Dann nannte sie dem Begleiter zu ihrer Linken - einem hochgewachsenem Mann namens Espejo, der mit den gewellten, pechschwarzen Haaren und der bronzefarbenen Haut Klein-Alriks Bild eines Almadaners schon sehr nahe kam - die Kämpfer, die sie in der Vorhut zu sehen wünschte. Sie wusste nicht die Namen von allen ihr Untergebenen, doch musste sie ja nur solche nennen, die ihr schon zuvor durch gute Leistungen ins Auge gefallen waren. Zudem bestimmte sie die meisten der erfahreneren Männer und Frauen an ihre Seite, die zu den Haustruppen derer von Lindholz zählten und für die neu gebildete Miliz in den letzten Monden als Ausbilder fungiert hatten. Vier Veteranen beließ sie jedoch beim Lindholzer Hauptrupp, damit dieser sich nicht sämtlicher bewährten Leute beraubt sah. Espejo salutierte knapp und wandte sich dann ab, um die Soldaten entsprechend einzuteilen. | Rahjeïs von Lindholz begrüßte den Baron von Sindelsaum und dachte einen Augenblick nach. Dann nannte sie dem Begleiter zu ihrer Linken - einem hochgewachsenem Mann namens [[Espejo Trapani|Espejo]], der mit den gewellten, pechschwarzen Haaren und der bronzefarbenen Haut Klein-Alriks Bild eines Almadaners schon sehr nahe kam - die Kämpfer, die sie in der Vorhut zu sehen wünschte. Sie wusste nicht die Namen von allen ihr Untergebenen, doch musste sie ja nur solche nennen, die ihr schon zuvor durch gute Leistungen ins Auge gefallen waren. Zudem bestimmte sie die meisten der erfahreneren Männer und Frauen an ihre Seite, die zu den Haustruppen derer von Lindholz zählten und für die neu gebildete Miliz in den letzten Monden als Ausbilder fungiert hatten. Vier Veteranen beließ sie jedoch beim Lindholzer Hauptrupp, damit dieser sich nicht sämtlicher bewährten Leute beraubt sah. Espejo salutierte knapp und wandte sich dann ab, um die Soldaten entsprechend einzuteilen. | ||
Während sich hinter ihr langsam zwei Einheiten aus der Schar aus Glevnern herausbildeten, stellte Rahjeïs von Lindholz ihre beiden verbliebenen Begleiter vor: "Dies sind Gilion und Delayar aus dem Lindholzer Forst. Sie sind in den Wäldern des Yaquirtals aufgewachsen und werden sich den gräflichen Spähern anschließen, um uns zu unterstützen. Ich verspreche mir viel von ihren scharfen Sinnen." Die Vorgestellten, im Gegensatz zu Espejo wohl kaum älter als ihre Befehlshaberin, verbeugten sich knapp vor den anwesenden Adligen. Weißblondes Haar, tannengrüne Augen - die Verwandschaft der beiden war kaum zu übersehen. Sie trugen Lederrüstungen und waren mit Bögen und Degen bewaffnet. Bei dem Anblick kam Erlan von Sindelsaum die Frage in den Sinn, ob sich die junge Anführerin nur gerne mit Männern umgab, die hübsch anzusehen waren, oder ob sich auch so etwas wie Eignung hinter den rahjagefälligen Zügen verbarg. Wie man hörte, spielten Äußerlichkeiten in der Akademie zu Rethis, an der die Caballera ihre Ausbildung absolviert hatte, durchaus eine Rolle. Wenigstens deuten die leicht spitzen Ohren darauf hin, dass an der unterstellten Sinnesschärfe etwas dran sein könnte. | Während sich hinter ihr langsam zwei Einheiten aus der Schar aus Glevnern herausbildeten, stellte Rahjeïs von Lindholz ihre beiden verbliebenen Begleiter vor: "Dies sind Gilion und Delayar aus dem Lindholzer Forst. Sie sind in den Wäldern des Yaquirtals aufgewachsen und werden sich den gräflichen Spähern anschließen, um uns zu unterstützen. Ich verspreche mir viel von ihren scharfen Sinnen." Die Vorgestellten, im Gegensatz zu Espejo wohl kaum älter als ihre Befehlshaberin, verbeugten sich knapp vor den anwesenden Adligen. Weißblondes Haar, tannengrüne Augen - die Verwandschaft der beiden war kaum zu übersehen. Sie trugen Lederrüstungen und waren mit Bögen und Degen bewaffnet. Bei dem Anblick kam Erlan von Sindelsaum die Frage in den Sinn, ob sich die junge Anführerin nur gerne mit Männern umgab, die hübsch anzusehen waren, oder ob sich auch so etwas wie Eignung hinter den rahjagefälligen Zügen verbarg. Wie man hörte, spielten Äußerlichkeiten in der Akademie zu Rethis, an der die Caballera ihre Ausbildung absolviert hatte, durchaus eine Rolle. Wenigstens deuten die leicht spitzen Ohren darauf hin, dass an der unterstellten Sinnesschärfe etwas dran sein könnte. | ||