Chronik.Ereignis1033 Streit ums Taubental Prolog: Unterschied zwischen den Versionen
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Wie unsere Korrespondentin durch eigene Investigationen in Erfahrung bringen konnte, hatten seit dem vergangenen Rahjamond zwei offensichtliche Hochstapler die Gastfreundschaft der Familia von Taladur in Anspruch genommen, indem sie sich als ehemalige Geliebte und Bankertsohn des seligen Dom Murcio ausgaben. Die beiden, eine Frau in den späten Dreißigern und ein schmächtiger Jüngling von 20 Sommern, waren am Morgen der Tat auf gestohlenen Rössern ebenfalls verschwunden. Besagte Rösser wurden herrenlos auf der Königsstraße nach [[Jennbach]] von der Garde wieder eingefangen. Von den Reitern und dem Diebesgut fehlte jede Spur. Auch bleibt ein Rätsel, wie die flüchtigen Mörder an eine gewisslich auf dem [[avwik:Wehrheimer Index|Index Wehrheimium]] stehende tödliche Tinktur gelangten. | Wie unsere Korrespondentin durch eigene Investigationen in Erfahrung bringen konnte, hatten seit dem vergangenen Rahjamond zwei offensichtliche Hochstapler die Gastfreundschaft der Familia von Taladur in Anspruch genommen, indem sie sich als ehemalige Geliebte und Bankertsohn des seligen Dom Murcio ausgaben. Die beiden, eine Frau in den späten Dreißigern und ein schmächtiger Jüngling von 20 Sommern, waren am Morgen der Tat auf gestohlenen Rössern ebenfalls verschwunden. Besagte Rösser wurden herrenlos auf der Königsstraße nach [[Jennbach]] von der Garde wieder eingefangen. Von den Reitern und dem Diebesgut fehlte jede Spur. Auch bleibt ein Rätsel, wie die flüchtigen Mörder an eine gewisslich auf dem [[avwik:Wehrheimer Index|Index Wehrheimium]] stehende tödliche Tinktur gelangten. | ||
Unklar ist auch, auf welche Weise die Schurken ihr falsches Spiel über Wochen aufrecht erhalten konnten. Der greise [[Soberan]] [[Borassimo von Taladur ä. H.|Borassimo von Taladur zu Taladur]] zeigte | Unklar ist auch, auf welche Weise die Schurken ihr falsches Spiel über Wochen aufrecht erhalten konnten. Der greise [[Soberan]] [[Borassimo von Taladur ä. H.|Borassimo von Taladur zu Taladur]] zeigte sich bestürzt über den tragischen Tod seiner Schwiegertochter. Vermutungen, bei dem flüchtigen Jüngling könne es sich tatsächlich um einen unehelichen Sohn des verblichenen Dom Murcio handeln, sprach der Reichsritter jeglichen Wahrheitsgehalt ab: "Von all meinen Kindern führte mein Murcio das travia- und rondragefälligste Leben." Zu der Frage, warum man die beiden Betrüger dann überhaupt im Familienturm aufgenommen habe, schwieg sich Dom Borassimo hartnäckig aus. | ||
Indes konnte eine Stellungnahme seines jüngsten Sohnes, Sr. Excellencia des Reichskanzlers [[Rafik von Taladur ä. H.]], erlangt werden: „Eine eher unappetitliche Geschichte, die mir das Naschen von Punipan vorerst verleidet hat. Denn einer Mandelblüte gleich war mir die Edeldame Travina erschienen: früh zu fragiler Schönheit erblüht und im Moment vollendeter Pracht vom Wind der Ewigkeit davongetragen. Traurig und wehmütig stimmt mich der Vorfall und lehrt uns doch eines: Niemals darf man Hochstaplern oder Aufschneidern sein Vertrauen schenken. Doch werden die Übeltäter ihrer gerechten Strafen nimmermehr entkommen!“ | |||
''[[Zafira Almanzor]]'' | ''[[Zafira Almanzor]]'' | ||
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==Ein Brief aus den Nordmarken== | ==Ein Brief aus den Nordmarken== | ||
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|Text=Gernebruch, im Efferdmond 1033 | |Text=Gernebruch, im Efferdmond 1033 | ||
''An den höchst ehrenwerten | ''An den höchst ehrenwerten Herrn [...]. | ||
''Werter Freund! | ''Werter Freund! | ||
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''Seitdem hat dieser Trunkenbold und Leichtfuß in seiner Raubgier, anstatt die Regierungsgeschäfte der Baronie zu ordnen, den braven Jungfrauen des Taubentals nachgestellt, die Keller der gemeuchelten Baronin - Marbo sei ihrer Seele gnädig - geplündert, die Kassen der Baronie nahe an das Falliment gebracht, seine Unfreien bewaffnet und in landesferne Heerzüge gesandt, sowie durch unzählige weitere Akte seine allgemeine Unwürde bewiesen. Ein solcher Mann hat jede Ehre verwirkt. | ''Seitdem hat dieser Trunkenbold und Leichtfuß in seiner Raubgier, anstatt die Regierungsgeschäfte der Baronie zu ordnen, den braven Jungfrauen des Taubentals nachgestellt, die Keller der gemeuchelten Baronin - Marbo sei ihrer Seele gnädig - geplündert, die Kassen der Baronie nahe an das Falliment gebracht, seine Unfreien bewaffnet und in landesferne Heerzüge gesandt, sowie durch unzählige weitere Akte seine allgemeine Unwürde bewiesen. Ein solcher Mann hat jede Ehre verwirkt. | ||
''Sein Gewaltregiment über das Taubental hat er nur aufrecht erhalten können, weil seine Schwester Delilah am Puniner Hofe ist und ihren Mund nahe am Ohr des falschen Kaisers [[Hal II.|Selindian]] hat. Von Ihrer Kaiserlichen Majestät, der wahren Kaiserin [[Rohaja von Gareth]] jedoch habe ich die Bestätigung erhalten, dass ich, als alleiniger überlebender Spross der rechtmäßigen [[Familia von Alstingen|Baronsfamilie derer von Alstingen]], mit Fug und Recht Baron im Taubental bin. Mit Freude füllte sich mein Herz und mit Tränen meine Augen, als ich den Spruch der Kaiserin vernahm. Denn wie Ihr wisset, ist es beruhigend, das Recht auf seiner Seite zu haben, PRAios zum Wohlgefallen, doch ist es bedrückend zu wissen, dass die Kaiserin keinen ihrer Krieger entbehren kann um dem Recht zur Durchsetzung zu verhelfen, RONdra voran. | ''Sein Gewaltregiment über das Taubental hat er nur aufrecht erhalten können, weil seine Schwester [[Delilah Dhachmani de Vivar|Delilah]] am Puniner Hofe ist und ihren Mund nahe am Ohr des falschen Kaisers [[Hal II.|Selindian]] hat. Von Ihrer Kaiserlichen Majestät, der wahren Kaiserin [[Rohaja von Gareth]] jedoch habe ich die Bestätigung erhalten, dass ich, als alleiniger überlebender Spross der rechtmäßigen [[Familia von Alstingen|Baronsfamilie derer von Alstingen]], mit Fug und Recht Baron im Taubental bin. Mit Freude füllte sich mein Herz und mit Tränen meine Augen, als ich den Spruch der Kaiserin vernahm. Denn wie Ihr wisset, ist es beruhigend, das Recht auf seiner Seite zu haben, PRAios zum Wohlgefallen, doch ist es bedrückend zu wissen, dass die Kaiserin keinen ihrer Krieger entbehren kann um dem Recht zur Durchsetzung zu verhelfen, RONdra voran. | ||
''Nun gilt es, nicht länger stillschweigend zuzusehen, wie im Taubental das Recht mit | ''Nun gilt es, nicht länger stillschweigend zuzusehen, wie im Taubental das Recht mit Herrn Leóns Reitstiefeln getreten wird. Ich bin Willens, im Namen des Rechts und im Namen der Kaiserin die Baronie Taubental wieder ihrer rechtmäßigen Bestimmung zuführen. Drum bitt' ich Euch, teurer Freund, um Eure Unterstützung. Sammelt Eure Getreuen und fahret hin zur [[Castillo Adamantia|Feste Adamantia]] in der [[Baronie Schelak]], wo ich Euch am ersten Travia, dem Tag der Heimkehr, erwarten will. | ||
''Sprechet mit niemandem über diesen Brief, auch nicht mit Euren Reisigen. Verbrennt diesen Brief, nachdem Ihr ihn gelesen habt. Reiset bedeckt, und zeiget nicht zu viele Waffen, und wenn man Euch fragt: 'Wohin des Wegs, edler Herr?', so sagt, wie es am Tag der Heimkehr üblich ist: 'Einen Freund zu besuchen im [[Culminger Land]].' So werdet Ihr wenig Argwohn erregen. Erreichet Ihr aber das Tor der Feste Adamantia und man fragt Euch nach Eurem Begehr, so gebt zur Antwort: 'Mit einem Freund heimzukehren.' Und man wird Euch passieren lassen. | ''Sprechet mit niemandem über diesen Brief, auch nicht mit Euren Reisigen. Verbrennt diesen Brief, nachdem Ihr ihn gelesen habt. Reiset bedeckt, und zeiget nicht zu viele Waffen, und wenn man Euch fragt: 'Wohin des Wegs, edler Herr?', so sagt, wie es am Tag der Heimkehr üblich ist: 'Einen Freund zu besuchen im [[Culminger Land]].' So werdet Ihr wenig Argwohn erregen. Erreichet Ihr aber das Tor der Feste Adamantia und man fragt Euch nach Eurem Begehr, so gebt zur Antwort: 'Mit einem Freund heimzukehren.' Und man wird Euch passieren lassen. | ||
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''R. v. A.|Quellenangabe=Versiegelter Brief an diverse [[Disente]]s, Angehörige des [[Rescendiente|Hal'schen Heldenadels]] und/oder Feinde der [[Familia Vivar]]}} | ''R. v. A.|Quellenangabe=Versiegelter Brief an diverse [[Disente]]s, Angehörige des [[Rescendiente|Hal'schen Heldenadels]] und/oder Feinde der [[Familia Vivar]]}} | ||
==Ein Brief aus dem Yaquirtal== | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Dom Gualdo|dalias]] | '''Autor:''' [[Benutzer:Dom Gualdo|dalias]] | ||
Der an der Tafel sitzende Dom [[Lodovico di Dalias|Lodovico von Dalias]], [[Administrador]] von Gut und Land Vivar, kratzte sich missmutig hinter dem linken Ohr. Das weinbefleckte und verschwitzte, vor unvordenklich langen Zeiten einstmals weiße Hemd hing offen herab und gab den Blick auf des Caballeros dicken Wanst frei, der in den langen und kalten Götterläufen in der Waldwacht immer runder und voller geworden war. Auch die dunkle Hose des Caballeros war mit Flecken übersät und nur das rechte Bein hatte seinen Weg in einen Stiefel gefunden, während das linke Bein nur in einem löchrigen Strumpf steckte und zwischen zwei Weinpfützen auf der Tafel lag. | Der an der Tafel sitzende Dom [[Lodovico di Dalias|Lodovico von Dalias]], [[Administrador]] von [[Junkergut Vivar|Gut und Land Vivar]] für den Baron im [[Baronie Taubental|Taubental]], kratzte sich missmutig hinter dem linken Ohr. Das weinbefleckte und verschwitzte, vor unvordenklich langen Zeiten einstmals weiße Hemd hing offen herab und gab den Blick auf des Caballeros dicken Wanst frei, der in den langen und kalten Götterläufen in der Waldwacht immer runder und voller geworden war. Auch die dunkle Hose des Caballeros war mit Flecken übersät und nur das rechte Bein hatte seinen Weg in einen Stiefel gefunden, während das linke Bein nur in einem löchrigen Strumpf steckte und zwischen zwei Weinpfützen auf der Tafel lag. | ||
„Dein Name, Mädchen, ist also [[Yppolita di Dalias y las Dardas|Alveranis Gloria Yppolita di Dalias y las Dardas]]. Welcher Schelm hat Dir denn diesen Namen verpasst?" Dom Lodovico musterte die entfernte Base verächtlich und ließ einen Brief der Domna, den sie ihm just gereicht hatte, achtlos auf den Boden sinken. | „Dein Name, Mädchen, ist also [[Yppolita di Dalias y las Dardas|Alveranis Gloria Yppolita di Dalias y las Dardas]]. Welcher Schelm hat Dir denn diesen Namen verpasst?" Dom Lodovico musterte die entfernte Base verächtlich und ließ einen Brief der Domna, den sie ihm just gereicht hatte, achtlos auf den Boden sinken. | ||