Chronik.Ereignis1033 Streit ums Taubental 38: Unterschied zwischen den Versionen
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<center><big><big>'''''Von Katzen und Menschen</big></big><br><br> | <center><big><big>'''''Von Katzen und Menschen</big></big><br><br> | ||
''Wie Dom Nazir eschatologische Betrachtungen über die Tierwelt anstellte. Wie er von den Legenden des Katzenwalds sprach. Wie diese Legenden mit einem Male lebendig wurden.</center><br> | ''Wie Dom Nazir eschatologische Betrachtungen über die Tierwelt anstellte. Wie er von den Legenden des Katzenwalds sprach. Wie diese Legenden mit einem Male lebendig wurden. Wie Domna Romina über ihr Verhältnis zu Mond und Füchsin befragt wurde.</center><br> | ||
==[[Baronie Taubental]], 4. Travia 1033 BF== | ==[[Baronie Taubental]], 4. Travia 1033 BF== | ||
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Die Comtessa entspannte sich und schaute zu dem Junker von Kleinblitzackern. "Dom Yantur von Pildek, ich erinnere mich, ihr wurdet mir vorgestellt." Sie nickte. | Die Comtessa entspannte sich und schaute zu dem Junker von Kleinblitzackern. "Dom Yantur von Pildek, ich erinnere mich, ihr wurdet mir vorgestellt." Sie nickte. | ||
"Ihr seid nicht ernsthaft hier, um Almada noch mehr Krieg zu bringen?! Ihr wisst, was es bedeutet, wenn ihr mich angreift. Ihr greift mit mir die [[Familia von Streitzig ä. H.|Familias Streitzig]] und [[ | "Ihr seid nicht ernsthaft hier, um Almada noch mehr Krieg zu bringen?! Ihr wisst, was es bedeutet, wenn ihr mich angreift. Ihr greift mit mir die [[Familia von Streitzig ä. H.|Familias Streitzig]] und [[:avwik:Haus Ehrenstein|Ehrenstein]] an. Ich bin in einer wichtigen Mission unterwegs. Im Rahjatempel von Santa Catalina liegt ein Sterbender, der während der Zeremonie der Göttin vergiftet wurde. Ich habe geschworen, die Ingedenzien zu seiner Rettung zu bringen und ich werde es tun. Oder bei dem Versuch ebenfalls sterben." Sie ballte die Faust. | ||
"Bisher verband mich mit dem Vergifteten nicht viel, doch das was ich hier sehe, bestärkt mich in meinem Standpunkt. Ihr unterstützt den Sturz und die Hinrichtung eines Magnaten der Waldwacht, der von Gräfin, König, Praios und Rahja anerkannt wurde. Wenn Ihr mich entwaffnen wollt, müsst Ihr die Waffe aus meiner kalten Faust nehmen, denn lebend werde ich sie Euch nicht geben. Gehabt Euch wohl, ich gehe den schwarzen Lotos sowie ein Ei des Storches suchen." Sie wandte sich Dom Nazir zu. | "Bisher verband mich mit dem Vergifteten nicht viel, doch das was ich hier sehe, bestärkt mich in meinem Standpunkt. Ihr unterstützt den Sturz und die Hinrichtung eines Magnaten der Waldwacht, der von Gräfin, König, Praios und Rahja anerkannt wurde. Wenn Ihr mich entwaffnen wollt, müsst Ihr die Waffe aus meiner kalten Faust nehmen, denn lebend werde ich sie Euch nicht geben. Gehabt Euch wohl, ich gehe den schwarzen Lotos sowie ein Ei des Storches suchen." Sie wandte sich Dom Nazir zu. | ||
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Ich lasse Euch ziehen zu folgenden Bedingungen: Eure Begleiter und die Bewaffneten bleiben in unserer Obhut und ich | Ich lasse Euch ziehen zu folgenden Bedingungen: Eure Begleiter und die Bewaffneten bleiben in unserer Obhut und ich | ||
werde Euch meinen langjährigen Begleiter und treuen Freund Hagen von Mawet zur Seite stellen. Die junge Domnatella mögt ihr auch mitnehmen. | werde Euch meinen langjährigen Begleiter und treuen Freund [[Hagen von Mawet]] zur Seite stellen. Die junge Domnatella mögt ihr auch mitnehmen. Um die Blume und ein paar Eier zu finden, sollte das ausreichen. | ||
Um die Blume und ein paar Eier zu finden, sollte das ausreichen. | |||
Schwört bei der Donnernden, dass Ihr allein Eurer Queste nachgehen werdet! Ich schwöre bei Rondra, dass Euren Begleitern nichts zustoßen und man sie den Umständen entsprechend gut behandeln wird." Dabei ließ Yantur seinen Blick in Richtung des Seegrafen fallen, der | Schwört bei der Donnernden, dass Ihr allein Eurer Queste nachgehen werdet! Ich schwöre bei Rondra, dass Euren Begleitern nichts zustoßen und man sie den Umständen entsprechend gut behandeln wird." Dabei ließ Yantur seinen Blick in Richtung des Seegrafen fallen, der | ||
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Auch Dom Nazir nickte grimmig und beugte sich zu Domna Romina hinüber. Leise sagte er: "Uns wird derweil schon etwas einfallen, wie wir diese Bande von Briganten aufhalten können. Seht Euch nur, bei allen Göttern, im Katzenwald vor!" | Auch Dom Nazir nickte grimmig und beugte sich zu Domna Romina hinüber. Leise sagte er: "Uns wird derweil schon etwas einfallen, wie wir diese Bande von Briganten aufhalten können. Seht Euch nur, bei allen Göttern, im Katzenwald vor!" | ||
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'''Autorin:''' [[Benutzer:Romina Alba|ehrenstein]] | |||
Die Comtessa presste die Lippen zusammen und schaute zu von Kündoch. Dieser schüttelte energisch den Kopf. Sie seufzte und wandte sich an den Pildeker. "Mein Leutnant wird nicht von meiner Seite weichen. Er ist ein Caballero und meiner Familia verschworen. Er wird mich nicht alleine in diesen verfluchten Wald reiten lassen. Alle anderen mögen bei Euch bleiben und Euer Getreuer möge mich begleiten. Ich verspreche Euch, ich werde mich nur um meine Queste kümmern. Danach will ich gerne Euren Commandante kennenlernen." Sie verzog kurz das Gesicht. Wer das wohl war? Bestimmt dieser Alstinger. Hoffentlich gab es im Kosch Ehrenmänner. Sie erinnerte sich gut an die übermäßig dicke und verschwenderisch gekleidete Alstinger Baronin und bezweifelte, dass diese Familia auch nur ahnte, was Ehre einem Almadaner bedeutete. Doch darüber würde sie sich später Sorgen machen. | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Yantur von Pildek|pildek]] | |||
Der Junker nahm die Worte der Domna erleichtert entgegen, konnte sich aber einen besorgten Blick in Richtung des hitzköpfigen Seegrafen nicht verkneifen. Solange die Comtessa nicht aus dessen Reichweite war, hieß es auf der Hut zu sein. "So sei es!" | |||
An seinen treuen Begleiter gewandt, sagte er deutlich leiser:"Hagen, du kennst deine Aufgabe. Unterstütze die Domna nach Kräften, aber bleib an ihrer Seite. Achte auch auf diesen Leutnant, er hat keinen Schwur geleistet! Im Zweifel geht deine Meldung vor allem Anderen." | |||
Die beiden Männer gaben sich zum Abschied die Hand. Hagen beugte sich vor und flüsterte: "Achte auf deinen Arsch. Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, dich hier ohne Rückendeckung zurück zu lassen. Meinen Teil werde ich schon erfüllen. Klingt doch mal wieder nach einem ordentlichem Abenteuer, bei dem man nicht immer darauf zu achten hat, wer gerade mit wem was am laufen hat! Naja, zumindest sind die Loyalitäten klar verteilt." | |||
Mit einem Augenzwinkern und einem Lächeln löste sich der Albernier und wandte sich der Comtessa zu. "Euer Hochwohlgeboren, ich darf mich vorstellen. Hagen von Mawet aus dem schönen Albernia, zu euren Diensten", sagte der groß gewachsene Mann mit den schulerlangen braunen Haaren und einer großen Narbe auf seiner rechten Wange mit einer leichten Verbeugung. | |||
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'''Autorin:''' [[Benutzer:Romina Alba|ehrenstein]] | |||
Die Angesprochene musterte den Recken von oben bis unten und nickte höflich. "Angenehm, Dom Hagen." Ihre Stimme klirrte vor Kälte. Sie deutete auf ihre Knappin. | |||
"Ihr reitet mit Domnatella Zaida del las Dardas," ein Nicken in Richtung ihres Leutmants, "und mit Leutnant Ardan von Kündoch." Wieder wurde ihr Hengst unruhig. "Habt Ihr ein Pferd?" Ohne seine Antwort abzuwarten, wandte sie sich an einen ihrer Gardisten. | |||
"Fernando... " Sie sah den älteren Gardisten auffordernd an. Dieser verzog kurz das Gesicht, nickte ergeben, steckte den Säbel weg und stieg ab. Er führte seine schöne Fuchsstute zu dem Albernier und hielt ihm die Zügel hin. "Dom," er nahm Haltung an. "Sie heißt Andrina und ist etwas kopfscheu, greift nur von unten in das Geschirr. Wenn sie Euch mag, wird sie Euch überall hintragen, egal, was um sie herum geschieht." Der Mann ließ die Zügel los und sah zu seinem Leutnant. Von Kündoch nickte ihm bestätigend zu. | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Yantur von Pildek|pildek]] | |||
Hagen ignorierte die kälte in der Stimme der Domna. Ihm schien es zu gefallen, mal wieder was selbst in die Hand nehmen zu können. Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht, was die Narbe makaber betonte. "Sehr angenehm! Und lass' gut sein, Fernando, ich bin gut zu Fuß und wenn ich mir diesen 'Weg' so ansehe, sollten wir die Pferde lieber zurück lassen. Zudem habe ich ein Pferd, einen Pildeker. Er steht irgendwo dort hinten in der Dunkelheit. Aber eine Laterne wäre gut." | |||
Hagen wandte sich um und holte eine der Blendlaternen. "So, jetzt bin ich bereit. Und verzeiht, wenn ich vorhin nicht so recht | |||
zugehört habe. Was suchen wir? Eier und eine Blume? Wird wohl so schwer nicht sein. Und was hat es mit diesem Wald auf sich? | |||
Geschichten hab ich ja schön gehört. Was aber davon ist wahr?" | |||
Sein Blick ging in die Dunkelheit, dorthin, wo der Bach sein Bett hatte. Er prüfte noch mal den lockeren Sitz seiner beiden Kusliker Säbel. | |||
Mit einer einladenden Geste sagte er:"Nach Euch!" | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:León de Vivar|vivar]] | |||
Währenddessen gaben Dom Nazir, die beiden Aranier und die restlichen Gardisten zähneknirschend ihre Waffen ab. Für Domna Romina, Ardan von Kündoch, Zaida und den Herrn von Mawet wurde ein schmaler Gang in der Pikenwand geöffnet, durch das sie auf den Katzenwald zureiten konnten. Die Bäume standen dicht an dicht, und der einzige sichtbare "Weg" hinein schien die gluckernde Inoscha zu sein. An Reiten war in dieser Finsternis nicht zu denken. | |||
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'''Autorin:''' [[Benutzer:Romina Alba|ehrenstein]] | |||
Romina folgte dem Blick des Alberniers und saß schwungvoll ab. Sie zog ein Pergament aus der Satteltasche und steckte es in ihren Ärmel. | |||
"Im Katzenwald suchen wir den schwarzen Lotos. Er wächst in sumpfigem Gebiet. Das Ei gibt es in Las Dardas, es muss ein Storchenei sein. Wir hoffen, im Perainetempel eines zu finden. Also erst in den Wald und dann zu Pferd nach Las Dardas." | |||
Von Kündoch und die kleine Zaida waren ebenfalls abgesessen. Befehlsgewohnt forderte die Ragatherin ihre Knappin auf, einen Weg in den Wald zu suchen und legte die Reihenfolge fest. Erst Zaida, dann sie und ihr Leutnant und am Schluss der Dom mit der Laterne. Die kleine Gruppe verschwand in der Dunkelheit. | |||
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