Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 13: Unterschied zwischen den Versionen
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Gendahar von Streitzig starrte den Eremiten erwartungsvoll an, der gedankenversunken in die Ferne blickte. Wusste er nun etwas über den Verbleib der Gesuchten oder nicht? Diese Frage konnte doch nicht so schwer zu beantworten sein! | |||
Bisher war so ziemlich alles schief gelaufen bei dieser vermaledeiten Expedition. Erst der Überfall auf die Ordensritter, seine eigene schwere Verletzung, die böse Überraschung auf dem Castillo da Vanya und dann das Verschwinden Richezas. Und noch keine Spur von Romina oder Fenia! Bisher war Gendahar darauf beschränkt gewesen, in der Ecke zu liegen, durch die Gegend verfrachtet oder - ahnungslos gegenüber der Gefahren der Wildnis - an einem Seil geführt zu werden. Das musste nun endlich ein Ende haben, er musste die Dinge selbst in die Hand nehmen. Immerhin war er der Banus des Yaquirtals! Doch wo sollte man beginnen? | |||
Der störrische Alte hatte ihm gerade noch gefehlt. Gerade wollte er ihn durchschütteln, damit er endlich antwortete, oder ihm notfalls doch mit der Inquisition drohen, als er vom Hang über ihnen ein wildes Geschrei und Gejohle hörte. Dann sah er auch schon die beiden Ferkinakrieger, die wie besessen den Abhang zu ihnen hinab stürmten. Alarmiert suchten Gendahars Augen den Hang und die nähere Umgebung nach weiteren Angreifern ab. Das muss eine Falle sein, war sein erster, instinktiver Gedanke, denn warum sonst sollten sich zwei Jünglinge einer Übermacht in offenem Kampf stellen - zumal ihm, der er noch immer eine der schnellsten Klinge des Königreichs führte? | |||
Verwirrt stellte er fest, dass sonst niemand zu sehen war. Natürlich - es handelte sich um Wilde, bei denen man keine gewieften Taktiken und ausgeklügelte Schlachtpläne erwarten durfte. Oder dass sie einen Gendahar von Streitzig kannten. Für sie war er vermutlich nur ein alter Mann mit einer geradezu lächerlich leichten Waffe. Nun, sie sollten ihn kennen lernen. Endlich, Rondra, schickst du mir eine Aufgabe, von der ich weiß, wie man sich ihr stellt. Ohne sich zu bewegen blickte er den beiden jungen Stammeskriegern entgegen und zog erst blank, als sie sich auf wenige Schritt genähert hatten. | |||
"Ihr beiden", flüsterte er, "kommt mir gerade recht." | |||