Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 05: Unterschied zwischen den Versionen

Von Scheffelstein (Diskussion | Beiträge)
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stammelte er als Entschuldigung zu den Mercenarios, die ihn fragend-erstaunt anblickten, und begann die Taschen des rotgoldenen Ornats der auf der Rückseite des Turmes abgelegten Leiche der Inquisitionsrätin zu untersuchen. Obwohl er sich vor dem vielen dunklen Blut an ihrem Leib ekelte, fasste er mit spitzen Fingern in den Kragen von Domna Ligurias Robe, wobei ihn die ihre Siebensachen packenden Söldlinge erst recht befremdet anstarrten. Tatsächlich! Sie trug eine dünne Goldkette um  
stammelte er als Entschuldigung zu den Mercenarios, die ihn fragend-erstaunt anblickten, und begann die Taschen des rotgoldenen Ornats der auf der Rückseite des Turmes abgelegten Leiche der Inquisitionsrätin zu untersuchen. Obwohl er sich vor dem vielen dunklen Blut an ihrem Leib ekelte, fasste er mit spitzen Fingern in den Kragen von Domna Ligurias Robe, wobei ihn die ihre Siebensachen packenden Söldlinge erst recht befremdet anstarrten. Tatsächlich! Sie trug eine dünne Goldkette um  
den Hals, an dem zwei Schlüssel befestigt waren, die er vorsichtig zwischen ihren faltigen Brüsten herauszog.  Angestrengt zog er ihr die Kette über den Kopf und nahm den Schlüssel an sich. Plötzlich wurde das helle Sonnenlicht von zwei Schatten verdunkelt und er starrte, da er noch neben der toten Inquisirionsrätin kniete, geradewegs auf die staubbedeckten Stiefelspitzen von Dom Hernan und Anzures Ballan.  
den Hals, an dem zwei Schlüssel befestigt waren, die er vorsichtig zwischen ihren faltigen Brüsten herauszog.  Angestrengt zog er ihr die Kette über den Kopf und nahm den Schlüssel an sich. Plötzlich wurde das helle Sonnenlicht von zwei Schatten verdunkelt und er starrte, da er noch neben der toten Inquisirionsrätin kniete, geradewegs auf die staubbedeckten Stiefelspitzen von Dom Hernan und Anzures Ballan.  
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'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]
„Ei, sieh an, wer sich da als Leichenfledderer betätigt. Ob das seine werte Frau Mama weiß?“, grinste Anzures auf ihn herunter, und auch der eine oder andere der Mercenarios rückte näher. Wo es vermeintlich Beute zu verteilen gab, da war der gemeine Mietling nie weit, auch wenn es natürlich niemand gewagt hätte, den Leichnam der Inquisitorin auf solche Habseligkeiten zu durchsuchen, die ihr wo auch immer ihre Seele hingegangen sein mochte, nicht mehr von Nutzen sein würden. Wenn aber nun freilich ein Dritter solch frevelhafte Schuld auf seine Seele laden wollte...
„Ein Schlüssel?“, blinzelte der Baron indes ungerührt. Das konnte ja nur bedeuten, dass etwas Vielversprechendes gefunden worden war, wozu man den immerhin von Domna Liguria an ihrem Hals verwahrten Schlüssel benötigte, und nachdem es den Domnas im Turm – im Gegensatz zu dem einen oder anderen draußen – wohl kaum um Gold und Wertsachen ging, schien man wohl dem Heiler auf der Spur zu sein.
„Ja, Euer Hochgeboren.“, sprach der junge da Vanya, und erhob sich rasch, um sogleich einen Schritt zwischen sich und die beiden Aranjuezer zu bringen. „Die Privaträume Domna Ligurias sind verschlossen, und meine Frau Mutter möchte nicht mehr Schaden anrichten als nötig.“
„Soso...“, schmunzelte der Baron amüsiert, derweil sich der eine oder andere der Söldner ein Lachen nicht verkneifen konnte. Domna Rifada hatte bislang nicht den Eindruck gemacht, als scherte sie sich sonderlich um die Schäden, die sie links und rechts ihres Weges anrichtete. „Wir werden hier warten.“, entließ Hernán von Aranjuez schließlich Moritatio, der sich sputete den Schlüssel ab zu liefern.
„Dom Hernán und seine Leute scheinen aufbrechen zu wollen.“, berichtete er drinnen angekommen schulterzuckend . „Jedoch sagte er, sie würden noch draußen warten...“