Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 15: Unterschied zwischen den Versionen
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Noch einmal hob der junge Zauberer lauschend den Kopf. War da nicht wieder der Hund? Dann kletterte er in den mittleren von drei Gängen, die weiter in en Berg hineinführten. Er konnte sich später um die Ferkinas kümmern. Noch fehlte ihm ein zündender Gedanke, wie er die Macht über die Ferkinas erlangen konnte. – Und falls das da draußen der irre Alte war? Und wenn schon, mit dem wurde er fertig! Viel mehr Sorgen bereitete ihm [[Ghazal iban Muyanshîr]]. Wenn er langfristig gegen den Nuranshâr bestehen wollte, musste er die Geister der Ferkinas beherrschen. Und hier in den Höhlen, das spürte er, lag der Schlüssel zur Macht verborgen. | Noch einmal hob der junge Zauberer lauschend den Kopf. War da nicht wieder der Hund? Dann kletterte er in den mittleren von drei Gängen, die weiter in en Berg hineinführten. Er konnte sich später um die Ferkinas kümmern. Noch fehlte ihm ein zündender Gedanke, wie er die Macht über die Ferkinas erlangen konnte. – Und falls das da draußen der irre Alte war? Und wenn schon, mit dem wurde er fertig! Viel mehr Sorgen bereitete ihm [[Ghazal iban Muyanshîr]]. Wenn er langfristig gegen den Nuranshâr bestehen wollte, musste er die Geister der Ferkinas beherrschen. Und hier in den Höhlen, das spürte er, lag der Schlüssel zur Macht verborgen. | ||
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'''Autor''': [[Benutzer:Simanca|Simanca]] | |||
Nervös leckte sich Zaida mit der Zunge über die Lippen, als sie in die Höhle | |||
hineinspähte und angestrengt lauschte. Jetzt wo sie hier so ganz allein stand, | |||
kam ihr der eigene Plan nicht mehr ganz so überzeugend vor. Da drinnen war es | |||
nach den ersten Schritten ziemlich dusper und sie hatte keine Fackel dabei. | |||
Nein, sie würde nicht schon jetzt kneifen und sich dann gar noch von Moritatio | |||
verspotten lassen. Energisch nahm sie die Schultern hoch und tastete mit der | |||
rechten nach dem Dolch. Ein wenig sicherer fühlte sie sich damit allemal. Doch | |||
eine Bewegung direkt neben ihr, ließ sie zusammen zucken. | |||
Fast hätte sie über sich selbst lachen müssen, als sie mit angehaltenem Atem | |||
genauer hinschaute: Nur eine Eidechse, eine von der Sorte, die man hier im | |||
Gebirge häufiger fand. Beherzt griff Zaida zu und schob das Reptil unter ihr | |||
Hemd. Warum sollte die arme Eidechse sich hier die Schwanzspitze abfrieren, wenn | |||
es auch wärmer ging? | |||
Außerdem fühlte sie sich so nicht so ganz allein. Das Krabbeln der Eidechse in | |||
ihrem Wams hatte eher eine beruhigende Wirkung auf sie, als sie sich vorsichtig | |||
etwas weiter in die Höhle hinein tastete. | |||
Da, hatte sie nicht eben ein Geräusch gehört? Angespannt lauschte sie erneut und | |||
erkannte langsam, jetzt da sich ihre Augen an das Halbdunkel gewöhnt hatten, | |||
auch mehr Details. Waren da vorne nicht Gänge zu erkennen? Noch ein kleines | |||
Stück wollte sie näher gehen, dann würde sie rasch zurück zu Dom Gendahar und | |||
Moritatio gehen. Aber erst wollte sie schauen, ob sie hier in der Höhle oder an | |||
den Gangzugängen einen Hinweis auf den Jüngling entdecken konnte. | |||
Vorsichtig mit den Füßen vorantastend, um nicht doch noch über eine Unebenheit | |||
im Boden zu stolpern, arbeitete sie sich an die von der Haupthöhle abzweigende | |||
Gänge heran. „Hrm…" Nicht gut, sie konnte nicht sagen, in welchen der Gänge der | |||
Fremde verschwunden war, hier war eindeutig Raffzahns Spürnase von Nöten. | |||
So schnell wie möglich suchte sie den Rest des Raumes ab und vermeinte erkennen | |||
zu können, dass hier bereits jemand gerastet hatte. Allerdings war sie keine | |||
Expertin, was derlei Spurenlesen anging und vielleicht war es mehr Wunschdenken. | |||
Enttäuscht darüber, nicht mehr gefunden zu haben, schlich sich Zaida wieder aus | |||
der Höhle heraus und kraxelte zurück, wo Gendahar und Moritatio bei Tsacharias | |||
zurückgeblieben waren. | |||
Mit einem erschöpften „Uff", ließ sie sich neben Raffzahn auf den Boden sinken | |||
und schob dessen neugierige Nase beiseite, als dieser an ihrem Wams zu | |||
schnüffeln suchte. Derweil sie dem Hund den massigen Kopf tätschelte, erstattete | |||
sie Bericht: | |||
„Von der Höhle da unten, gehen Gänge tiefer in den Berg hinein, ich denke, dahin | |||
ist der Kerl verschwunden. Ich konnte leider nicht erkennen, welchen Gang er | |||
genommen hat. Aber ich bin sicher, Raffzahn kann uns da weiterhelfen, nicht | |||
wahr, mein Kleiner?" Sie legte Raffzahn einen Arm um und sah erwartungsvoll zu | |||
Gendahar und Moritatio. „Sollen wir ihm nach? Oder…" Ihr Blick wanderte zu | |||
Tsacharias. „Müssen wir überhaupt da runter?" | |||