Chronik.Ereignis1033 Feldzug Falado 03: Unterschied zwischen den Versionen
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Jetzt erst wurde ihr bewusst, was der junge Mann als Letztes gesagt hatte: "Ich soll Alina niedergebrannt haben? Und Dom Ordonyo ist bei Euch in Falado, während die Wilden plündernd durch Selaque ziehen? Hört zu, ich komme geradewegs von dort oben" - sie deutete in Richtung der aufragenden Gipfel des Raschtulswalls - "und hatte noch keine Zeit, an irgendwem Vergeltung zu üben, obwohl ''die Elster'' durchaus noch mit dieser rechnen sollte. Vermutlich waren es die verflixten Ferkinas, die ihn heimgesucht haben - aber was soll's, es bekümmert mich höchstens, dass sie mir darin zuvorgekommen sind. Leider habe ich jetzt keine weitere Zeit mehr zu plaudern, denn mein Land ist in Gefahr! Wenn ich nun also aus Gründen der Eile tatsächlich Euer Pferd requirieren muss, so nehmt dies nicht als persönlichen Affront - ich würde dasselbe tun, wenn Ihr ein Knecht des Kaisers oder unseres falschen Grafen wäret. Ich schicke Euch das Pferd plus ein weiteres, ebenso gutes, auf Euer Gut nach Valenca, wenn die ganze Sache hier ausgestanden ist. Ihr habt mein Wort darauf. Was Euren Freund betrifft," sie warf einen mitleidig-zweifelnden Blick mit hochgezogener Augenbraue auf den leichenblassen Aslam, "so reite ich jetzt geradewegs zur Hütte eines Kräuterweibes, wo die Meinigen auf mich warten. Besagtes Weib ist zwar von dort verschwunden, aber meine alte Köchin versteht sich ebenfalls ein klein wenig auf die Heilkunst - mit den Ingredienzen, die es dort in der Hütte gibt, kann sie Eurem Freund eventuell helfen. Wiewohl ich Euch keine falschen Hoffnungen machen will. Legt ihn mir vor mir über den Sattel und Ihr selbst folgt dann meiner Hufspur - es sind nur ein paar Meilen in diese Richtung." | Jetzt erst wurde ihr bewusst, was der junge Mann als Letztes gesagt hatte: "Ich soll Alina niedergebrannt haben? Und Dom Ordonyo ist bei Euch in Falado, während die Wilden plündernd durch Selaque ziehen? Hört zu, ich komme geradewegs von dort oben" - sie deutete in Richtung der aufragenden Gipfel des Raschtulswalls - "und hatte noch keine Zeit, an irgendwem Vergeltung zu üben, obwohl ''die Elster'' durchaus noch mit dieser rechnen sollte. Vermutlich waren es die verflixten Ferkinas, die ihn heimgesucht haben - aber was soll's, es bekümmert mich höchstens, dass sie mir darin zuvorgekommen sind. Leider habe ich jetzt keine weitere Zeit mehr zu plaudern, denn mein Land ist in Gefahr! Wenn ich nun also aus Gründen der Eile tatsächlich Euer Pferd requirieren muss, so nehmt dies nicht als persönlichen Affront - ich würde dasselbe tun, wenn Ihr ein Knecht des Kaisers oder unseres falschen Grafen wäret. Ich schicke Euch das Pferd plus ein weiteres, ebenso gutes, auf Euer Gut nach Valenca, wenn die ganze Sache hier ausgestanden ist. Ihr habt mein Wort darauf. Was Euren Freund betrifft," sie warf einen mitleidig-zweifelnden Blick mit hochgezogener Augenbraue auf den leichenblassen Aslam, "so reite ich jetzt geradewegs zur Hütte eines Kräuterweibes, wo die Meinigen auf mich warten. Besagtes Weib ist zwar von dort verschwunden, aber meine alte Köchin versteht sich ebenfalls ein klein wenig auf die Heilkunst - mit den Ingredienzen, die es dort in der Hütte gibt, kann sie Eurem Freund eventuell helfen. Wiewohl ich Euch keine falschen Hoffnungen machen will. Legt ihn mir vor mir über den Sattel und Ihr selbst folgt dann meiner Hufspur - es sind nur ein paar Meilen in diese Richtung." | ||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Vargas|Vargas]] | |||
Die Worte Rifadas prasselten auf ihn ein wie ein Hagelschauer. Immer wieder lenkte ihn der beißende Schmerz in seinem Arm davon ab, ihr zuzuhören. Falscher Graf? Elster? Kräuterweiber? Er musste sich stark zusammenreißen, um seine Verwirrung nicht allzu deutlich zu zeigen. Dankbar für die klare Anweisung nickte er schließlich. | |||
„In Ordnung“, murmelte er und kletterte hinüber auf das Plateau, auf dem sein verwundeter Freund lag. Angst durchfuhr ihn, als er Aslam so bleich dort liegen sah. Unter großer Mühe stemmte er den schlaffen Körper nach oben und legte ihn über seine Schulter. Sein Arm brannte wie Khômglut unter dem Druck, doch Raùl biss sich fest auf die Lippe und schleppte Aslam zu seinem Pferd. Nicht aufgeben, sagte er zu sich selbst, jetzt keine Schwäche zeigen. Vorsichtig lud er den Freund vorne auf den Sattel und wandte sich dann Rifada zu. | |||
„Ich folge Eurer Spur, sobald ich die Pferde wiedergefunden habe. Werde sie wohl führen müssen, darum rechnet nicht vor Einbruch der Nacht mit mir.“ Er fasste sich absichtlich kurz. Für ausschweifende Worte, fand er, war sicher noch Zeit, wenn keiner der Beteiligten mehr aus offenen Wunden blutete. | |||
Er kramte kurz in der Satteltasche seines Pferdes und nahm etwas Verbandszeug heraus, bevor er Rifada den Weg freimachte. Hastig trank er einen Schluck aus seiner Feldflasche, als ihn ein Gedanke durchzuckte. Raùl deutete auf die Richtung, aus der sie gekommen war. „Ihr kommt doch gerade aus den Bergen - wie viele von diesen Wilden tummeln sich dort noch? Muss ich mit noch mehr Ärger rechnen? Ich will nicht bei der Suche nach den Pferden von hinten überfallen werden. Einmal am Tag reicht wirklich.“ | |||
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