Briefspiel: Unterschied zwischen den Versionen

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==Frage 2: Was machen Briefspieler?==
==Frage 2: Was machen Briefspieler?==


Im Briefrollenspiel bedarf es keiner Heldenbögen, keiner Würfel und keinervorgefertigten Abenteuer. Das Spiel wird heutzutage über das Internet (früher einmal tatsächlich über Briefe) gespielt. Man spielt in diesem Spiel keinen Helden, wie man ihn in den diversen DSA-Boxen finden kann, sondern einen Edelmann oder eine Edeldame, kreiert sich jene nach seinen Wünschen, staffiert sie mit den Eigenschaften aus, die man an seinem Charakter am liebsten darstellen möchte. Mit diesem Charakter zieht man nun nicht auf Questen und Abenteuer aus, sondern spielt dessen alltägliches Leben am ihm anvertrauten Flecken Aventuriens. Man unternimmt mit ihm Aktionen, die oftmals in den Bereich der Politik fallen, denn als Edelleute in einer Monarchie sind sie auch das, was in unserer Zeit die Politiker sind. Nur natürlich mit mehr örtlicher Macht, als sie heutzutage eine Einzelperson erlangen kann.
Im Briefrollenspiel bedarf es keiner Heldenbögen, keiner Würfel und keinervorgefertigten Abenteuer. Das Spiel wird heutzutage über das Internet (früher einmal tatsächlich über Briefe) gespielt: Hierfür gibt es etwa für die Provinzen des Mittelreichs und für das Horasreich eigene Briefspiel-Listen, in denen alle Spieler der entsprechenden Region vernetzt sind. Zugang zu diesen Listen findet man über die entsprechenden "Kanzler", die in ihrer koordinierenden Funktion zwischen den Spielern sowie zwischen Spielern und der DSA-Redaktion soetwas wie "Großmeister" des Briefspiels sind. Um in diesen Listen mitspielen zu können, muss man aber kein offizielles Lehen besitzen. Interesse an der Region und Engagement beim Spielen reicht vollkommen aus, um zunächst z.B. einen Diener, Hofmagus oder eine Stieftochter eines Adeligen zu verkörpern. Hierfür bietet sich dann meist ein "Pate" ein, der entsprechende Spieler des jeweiligen Barons oder Junkers, aus dessen Lehen der Diener, Hofmagus oder die Stieftochter kommen soll. Spieltechnisch hat dies den Vorteil, dass neue Spieler auf ihren ersten Schritten im Briefspiel durch einen meist langjährig im Briefspiel etablierten und erfahrenen Spieler unterstützt werden. Gemeinsam können die Spieler dann an einer stimmigen Hintergrundgeschichte des neuen Charakters im Briefspiel arbeiten und diesen über Aktionen in der Briefspielliste einführen. Viele dieser häuftig "Aftervasallen" genannten Diener, Hafmagae oder Stieftöchter sind später übrigens durchaus "offiziell" in Rang und Würden gelangt.


Was der Spieler / die Spielerin nun konkret unternimmt, ist im Prinzip als "Geschichten schreiben" zu erklären. Meist beginnt man mit einer Grundidee, die dann zu einer Handlung weiter gesponnen wird. Diese Ideen können aus ganz unterschiedlichen Ansätzen heraus entstehen. Zum Beispiel könnte es sein, dass ein neu erschienenes Abenteuer mit seiner Handlung Einfluss auf die Region des Spielers nimmt und man dieses widerspiegeln und mit eigenen Facetten ausgestalten möchte. Die meisten Anlässe sind jedoch aus der Position des / der bespielten Adligen und seines / ihres Lehens geboren: Räuber und religiöse Konflikte, konkurrierende blaublütige Familien oder aufstrebendes Bürgertum sind mögliche Ausgangspunkte. Doch vielleicht gilt es ja auch den Nachwuchs zu verheiraten oder eine geeignete Ausbildung zukommen zu lassen.
Man spielt in diesem Spiel also keinen Helden, wie man ihn in den diversen DSA-Boxen finden kann, sondern einen Edelmann oder eine Edeldame, kreiert sich jene nach seinen Wünschen und staffiert sie mit den Eigenschaften aus, die man an seinem Charakter am liebsten darstellen möchte. Mit diesem Charakter zieht man nun nicht auf Questen und Abenteuer aus, sondern spielt dessen alltägliches Leben am ihm anvertrauten Flecken Aventuriens. Man unternimmt mit ihm Aktionen, die oftmals in den Bereich der Politik fallen, denn als Edelleute in einer Monarchie sind sie auch das, was in unserer Zeit die Politiker sind. Nur natürlich mit mehr örtlicher Macht, als sie heutzutage eine Einzelperson erlangen kann.
 
Was der Spieler/die Spielerin nun konkret unternimmt, ist im Prinzip als "Geschichten schreiben" zu erklären. Meist beginnt man mit einer Grundidee, die dann zu einer Handlung weiter gesponnen wird. Diese Ideen können aus ganz unterschiedlichen Ansätzen heraus entstehen. Zum Beispiel könnte es sein, dass ein neu erschienenes DSA-Abenteuer mit seiner Handlung Einfluss auf die Region des Spielers nimmt und man dieses widerspiegeln und mit eigenen Facetten ausgestalten möchte. Die meisten Anlässe sind jedoch aus der Position des/der bespielten Adligen und seines/ihres Lehens geboren: Räuber und religiöse Konflikte, konkurrierende blaublütige Familien oder aufstrebendes Bürgertum sind mögliche Ausgangspunkte. Doch vielleicht gilt es ja auch, den Nachwuchs zu verheiraten oder eine geeignete Ausbildung zukommen zu lassen.


==Frage 3: Welche Arten zu Schreiben gibt es?==
==Frage 3: Welche Arten zu Schreiben gibt es?==